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Hardanger ...

... eine besondere Art des Stickens

Hardanger

Ja, Sie haben richtig vermutet. Den Namen hat diese Sticktechnik vom Hardanger-Fjord in Norwegen.
Sie können alles darüber im WWW erfahren, ich fasse es einmal kurz zusammen, weil diese Stickart mittlerweile in ganz Europa und immer mehr auch im Norden der USA Interessenten findet.
Sie werden u.U. lesen, dass speziell in Norwegen weiss auf weiss gearbeitet wurde, während in den südlicheren Ländern mit mehr Farbenfreude gestickt wurde.

Von der ursprünglichen Stickerei auf Bekleidung, ist inzwischen ein Wandel auf z.B. Tischdecken und sogar zu bildartigen Motiven eingetreten. Das ursprünglich "klassische" an dieser Stickerei wird aber jeden Wandel "zu etwas anderem, moderneren Auffassungen" überleben. Denn: Hardanger ist nun einmal Hardanger, da werden sich neue Varianten einen anderen Namen zulegen müssen. Das meine ich, aus der Sicht von "Mariannes Handarbeitskörbchen".

Die Stickart basiert auf geometrischen Doppeldurchbrüchen. Die Ursprünge liegen in Persien, wo bereits im 7.Jahrhundert erste Durchbruchstickerei immer mehr Liebhaberinnen fanden. Ab etwa dem 14.Jahrundert kam durch diverse Handelsbeziehungen diese Hardanger-Technik dann über Italien nach Norwegen.

Die norwegischen Frauen waren es nun, welche die Stickereien, oft familientypisch, durch eigene Musterarten erweiterten.
Es waren demnach die Frauen im Umfeld des Hardanger-Fjords, die durch ihre Kreativität derart bekannt machten, dass Hardanger-Stickerei auf Festtrachten, Schürzen und Blusen zu finden war.
Heute wird immer mehr, als Kombination, Festonstich, Kreuzstich, Plattstich und Zopfstich eingesetzt, aber auch der Madeirastich, Kästchenstich und der doppelte Maschenstich, finden Anwendung.

Tipp-1:
Arbeiten Sie an Hardanger immer mit einer Nadel ohne Spitze! Dadurch vermeiden Sie, dass die Gewebefäden verletzt werden.
Da Sie i.d.Regel ja Perlgarn verwenden werden (Empfehlungen tendieren allgemein zu ®Anchor), nehmen Sie für

Tipp-2:
Arbeiten Sie grundsätzlich mit einem Stickrahmen! Das Arbeiten ist einfacher und das Muster wird gleichmässiger.

Tipp-3:
Als Schere muss unbedingt eine spitze und scharfe Handarbeitsschere verwendet werden. Beim Ausschneiden der Fäden vermeiden Sie Störungen, da sich verschnittene Fäden nur schwer korrigieren lassen.
Es bedarf einiges an Können und Fingerfertigkeit, um ein solches Missgeschick unauffällig zu beheben.

Tipp-4 (die Pflege):
Jede Art von Durchbruchsticker kann gewaschen werden! Waschen Sie per Hand und es gibt keine Probleme. Die Handarbeit gut abtropfen lassen oder, zwischen Handtücher legen und zu einer Rolle formen und dann vorsichtig ausdrücken. Anschliessend liegend trocknen lassen, aber zuvor in Form bringen.
Auf einer weichen Unterlage von links, unter leichtem Druck, dämpfen. Bei Bedarf kann die rechte Seite auch leicht mit Stärke eingesprüht werden.

Die Beispiele in meinem Angebot für den Umgang mit Hardanger sollen einen Überblick geben was Hardanger ist und wie diese Sticktechnik genutzt werden kann.

Zur Übersicht oder Einführung sind in den jeweiligen Kapiteln Abbildungen vorhanden. Phasen vom Umstechen über Freischneiden, Fäden ziehen bis zum Umsticken.

Grundsätzliches:

Es wird auf Hardangerstoff gearbeitet, der auf einem cm² eine verschiedene Anzahl von Fäden hat. Gestickt wird in Perlgarn unterschiedlicher Stärke. Die Umrandung besteht aus verschiedenen zusammengesetzten Fadengruppen in denen anschliessend Fäden ausgeschnitten und ausgezogen werden. Die verbleibenden Fäden verarbeitet man zu verschiedenen Mustern in unterschiedlichen Sticktechniken.

Beim Ausschneiden der Musterfäden beachten!
Es ist wichtig, dass sehr sorgfältig gearbeitet wird. Werden falsche Fäden durchschnitten kann nicht nur das Muster, sondern sogar das ganze Werkstück dadurch unbrauchbar sein.

- ms -

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Letzte Änderung: 24/05/2010 - 22:35 Uhr